Kraft und Elegance - Radport in Hannover

Kraft & Elegance

Alpen

Mit Tourenrad durch die Alpen

04.07.- 12.07.2020
Alpentour

Die diesjährige Trainingswoche vom 4. bis 12. Juli war dieses Mal als Radwanderung mittels Tourenrad durch die Alpen von Sandhofen nach Freilassing konzipiert. Von ursprünglich vier Fahrern reduzierte sich letztendlich die Teilnehmerzahl auf Minimalbesetzung von zwei Fahrern. Am 04. geht es mit dem Zug Richtung Sonthofen. Kurz vor dem Ziel wurde der Zug schon in Kempten verlassen, um noch ein paar Kilometer durch das schöne Alpenvorland bis zur Unterkunft in Rettenberg zu radeln.

Das wichtigste ist die Flüssigkeitsaufnahme! Der traumhafte Blick auf das Zugspitzmassiv ist erst mal zweitrangig Am 05. geht es dann los auf die erste Etappe über Sonthofen durch das Ostrachtal zum ersten Pass nach Oberjoch. Der Anstieg ist moderat, gut zu fahren. Das einzige Problem ist der Autoverkehr, wir haben das Gefühl, die ganze Welt will nach Oberjoch. Dann geht es weiter über Nebenstrecke über die Grenze nach Austria mit einigen heftigen Steigungen als Vorgeschmack auf den Fernpass- Radweg. Bei Reutte wird dann der Fernpass- Radweg erreicht und beginnt gleich mit einem lose geschotterten Anstieg, der nur mit Ach und Krach schiebend bewältigt werden kann, es drehen schon die Hufe durch. Als endlich das erste Etappenziel Hotel „My Tirol“ in Ehrwald-Biberwier erreicht wird, ist das wichtigste die Flüssigkeitsaufnahme. Der traumhafte Blick auf das Zugspitzmassiv ist erst mal zweitrangig.

Blaubeer Relax

06. Die zweite Etappe von Ehrwald-Biberwier über Lermoos nach Wallgau: Da für heute Nachmittag Regen angesagt ist, starten wir sehr früh, um möglichst ohne Regen das nächste Etappenziel zu erreichen. Nach den ersten Erfahrungen auf dem Fernpass - Radweg gab es eine gewisse Vorahnung. Die tatsächlichen Gegebenheiten hat aber niemand geahnt, sie übertrafen bei weitem auch die kritischsten Vorahnungen. Die steilsten Abschnitte des Radweges waren locker und grob geschottert, unmöglich mit Tourenrad und Gepäck zu fahren. Vorstellbar ist, dass ein gut trainierter Mountainbiker ohne Gepäck die Strecke möglicherweise bewältigen kann. Somit gab es etliche Abschnitte die nur schiebend, und das auch nur mit Mühe und Not, überwunden werden konnten. Die Abfahrt gestaltete sich auch nicht sehr viel besser, es gab zwar weniger groben Schotter, dafür war es teilweise aber nur ein ganz schmaler Wandersteig, es ging also auch nur sehr, sehr langsam bergab. Nach einem weiteren heftigen Anstieg geht es dann hinunter ins Inntal, um nach wenigen Kilometern die nächste Passhöhe und zwar die Buchenhöhe zu erklimmen. Dann geht es weiter über Leutasch nach Mittenwald ins Isartal und zum Hotel in Wallgau. Es wird auf den letzten Kilometern zwar schon sehr dunkel und die ersten Tropfen fallen auch schon, aber der eigentliche Regen setzt erst abends ein, sodass wir noch trocken das Hotel erreichen.

Tourenrad

07. Dritte Etappe von Wallgau nach Bayrischzell: Die Regenfront ist durchgezogen, wir starten wieder bei schönstem Sonnenschein und fahren über eine wunderschöne Strecke durchs Isartal, umrunden den Sylvensteinsee. Dann geht’s weiter über den Achenpass runter zum Tegernsee und vorbei am Schliersee bis Bayrischzell. Diese Etappe war etwas entspannter und landschaftlich sehr schön.

08. Die vierte Etappe geht von Bayrischzell nach Weißbach an der Saalach. Zunächst geht es erst mal wieder über einen Pass Sudelfeld, dann hinunter ins Inntal. Weiter über den Inn wieder nach Austria, vorbei am Zahmen Kaiser, oberhalb vom Walchsee, ins Saalachtal. Die letzten Kilometer der heutigen Etappe gehen dann entlang der Saalachtal bis Weißbach. Wie gehabt wieder eine schöne Strecke auch (fast) fahrbar, bis auf einen Abschnitt oberhalb vom Walchsee.

Tourenrad Relax

09. Heute geht’s auf zur fünften Etappe von Weißbach nach Abtenau. Das Wetter spielt weiterhin mit. Heute Morgen geht es direkt wieder mit einem Anstieg zum Hirschbichl Pass los. Die Straße ist zwar komplett asphaltiert, aber der obere Bereich hat eine Steigerung von bis zu 25% und ist für uns nicht mehr fahrbar, Die steilsten Abschnitte des Radweges waren locker und grob geschottert so dass wir wieder eine Strecke schieben müssen. Nachdem der Anstieg überwunden ist, genießen wir eine tolle Abfahrt durch das traumhaft schöne Klausbachtal nach Berchtesgaden. Da es durch Berchtesgaden zu einfach wäre, umfahren wir den Ort natürlich wieder über eine steile Nebenstrecke. Anschließend geht es wieder über die Grenze nach Hallein an der Salzach. Jetzt geht es durchs Salzachtal bis Golling. Weiter geht es bergauf durchs Lammertal bis zum Etappenziel Abtenau. Für Samstag ist eine Schlechtwetterfront mit durchgehendem Regen angekündigt, so dass wir uns Gedanken machen, ob wir den letzten Tag überhaupt noch nutzen, oder von Abtenau direkt nach Freilassing fahren. Wir entscheiden uns, den Samstag radtechnisch ausfallen zu lassen und schon Freitag nach Freilassing zu fahren. Am Samstag wird dann Salzburg besichtigt.

10. Heute geht’s auf zur sechsten und letzten Etappe von Abtenau nach Freilassing. Diesmal gibt es erst mal einige Kilometer zum warm fahren, bevor es dann hoch zum Lienbach- Sattel geht. Das ganze Gebiet ist die Postalm, der Anstieg ist moderat, gut zu fahren. Auf der anderen Seite durchfahren wir das Postalm- Skigebiet, wieder eine schöne Strecke. Unten führt dann die Strecke entlang des Wolfgangsees weiter zum Fuschlsee und über Salzburg nach Freilassing.

Alpen
Fazit: insgesamt ein tolles Erlebnis, auf einige Streckenabschnitte, insbesondere der Fernpass- Radweg, kann man mit der gewählten Ausrüstung durchaus verzichten.

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